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Übersicht der Heimladestationen in Deutschland

Heimladestationen in Deutschland

2022/2/11


Es ist nicht führend, aber Deutschland bewegt sich schnell bei der Einführung von Elektrofahrzeugen. Und mit einer relativ hohen Nutzung von Solaranlagen auf Dächern möchten Hausbesitzer sicherstellen, dass sie so oft wie möglich „mit Sonnenschein fahren“. Eine Marktstudie zu EV-Ladegeräten in Deutschland liefert wichtige Einblicke in das, was heute verfügbar ist und was auf uns zukommt, wenn sich die Verbreitung von EV weiter beschleunigt. Michael Fuhs, Redaktionsleiter pv magazine, berichtet.

Der Aufschwung der Elektromobilität bringt neue Chancen für Deutschlands Solarinstallateure. Viele müssen sich mit einer Reihe neuer Produkte vertraut machen. Das Team von pv magazine Deutschland hat eine umfangreiche Anbieterbefragung durchgeführt, um herauszufinden, was die verschiedenen Heimladestationen auszeichnet und was dies für Installateure und Hausbesitzer bedeutet.

 

Auf den ersten Blick erscheint ein EV-Ladegerät kaum mehr als eine verbesserte Steckdose, entsprechend niedrig ist die Eintrittsschwelle für Hersteller, eigene Produkte auf den Markt zu bringen. Da die deutsche Förderbank KfW die Installation von Wallboxen unterstützt hat, hat sich dieser zu einem attraktiven Markt entwickelt. Die Bank hat bereits mehr als 250 Anbieter gelistet, die die Grundvoraussetzung erfüllen, dass das Gerät die technische Möglichkeit bietet, die Ladeleistung von außen – beispielsweise vom Netzbetreiber – zu steuern.

 

Ganz so einfach ist es jedoch nicht, insbesondere wenn Sie das Laden von Elektrofahrzeugen in eine PV-Dachanlage und in ein Energiemanagementsystem integrieren möchten.

 

Als erster Schritt zur Durchführung der EV-Ladegeräte-Übersicht waren Hersteller, deren Geräte bekanntermaßen gut für die Kombination mit PV geeignet sind, die erste Anlaufstelle – und dann wurde die Umfrage erweitert. Die neue Datenbank umfasst 120 EV-Ladegeräte. Sie enthalten die Schlüsselfunktionen jeder Produktserie von 36 Anbietern, denen manchmal weitere Funktionen hinzugefügt werden können. Sieben Befragte gaben an, gekaufte Lösungen umzubenennen, aber keine einfachen Klone zu sein und unter Umständen Funktionalitäten anzupassen. Die Datenbank wird weiter ausgebaut.

 

Zielgruppen

Die Palette der Funktionen, die in einer Ladestation für Elektrofahrzeuge für Privathaushalte enthalten sein können, ist ebenso wie die Preise sehr unterschiedlich. Das günstigste Modell gibt es in Deutschland für 479 Euro bei der VW-Tochter Elli, das teuerste bei eCharge Hardy Barth für 5.800 Euro – da liegen Welten dazwischen. Ersteres eignet sich zum sicherheitskonformen Laden eines Autos, letzteres ermöglicht den gleichzeitigen Anschluss von zwei Autos und beinhaltet ein umfassendes Energiemanagementsystem sowie eine öffentliche Abrechnung, die es den Nutzern ermöglicht, mit Ladekarten und/oder Kreditkarte zu bezahlen. Dazwischen gibt es alle möglichen Kombinationen, die sich in Bezug auf die Schnittstelle, ihre hauseigenen Apps, eingebauten Schutzkomponenten und andere Funktionen unterscheiden. In vier Segmenten sind unterschiedliche Lösungen gefragt: Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus, Mitarbeiterparkplatz; und öffentliche Ladestationen. Von den aufgeführten Geräten eignen sich 108 für das Parken in Wohngebieten, 86 für gewerbliche und 79 für beides, so der jeweilige Hersteller. Anwender müssen entscheiden, ob sie Systeme suchen, die ein Energie- und Lademanagement erfordern, ob es vom Hersteller oder unabhängig sein soll und wie es betrieben wird. Die Anforderungen an das Energiemanagement können sehr unterschiedlich sein, insbesondere wenn man eine private Garage mit einem großen Kunden- und Mitarbeiterparkplatz vergleicht.

 

Maximale Last

Im Privat- und Privatkundensegment legte pv magazine Deutschland besonderen Wert auf Transparenz hinsichtlich solaroptimiertem Laden und wie die maximale Lastaufnahme des Ladegeräts begrenzt werden kann. Dies ist wichtig, wenn Sie mit 22 kW statt 11 kW laden möchten, was eine Spezifikation ist, die ein EV-Ladegerät für eine subventionierte Finanzierung durch die KfW qualifiziert, oder wenn Sie später einen Ladepunkt für ein zweites Auto hinzufügen möchten. Siebzig der 108 befragten Endverbraucherprodukte verfügen über die Fähigkeit, die maximale Last ohne zusätzliche Geräte zu begrenzen, selbst wenn mehrere EV-Ladegeräte nebeneinander installiert sind.

 

Die Anforderungen an sehr große Stellplätze auf Gewerbeflächen sind deutlich höher als in Wohnhäusern. In diesen Fällen müssen Ladepunkte oft in das betriebliche Energiemanagement des Gebäudes eingebunden werden, wofür kompatible Schnittstellen erforderlich sind. Lediglich acht der für den gewerblichen Bereich gelisteten Geräte erlauben keine Einbindung in ein externes Energie- und Lastmanagementsystem und können somit wirklich nur für einfaches Laden zu Hause genutzt werden.

 

Gefragt wurden öffentlich dokumentierte Schnittstellen zu Modbus, EEBus-Schnittstellen und Implementierung des Open Charge Point Protocol (OCPP). All dies ermöglicht im Prinzip Dritten, Steuerungssysteme zu entwickeln. 86 Systeme haben mindestens eine dieser Schnittstellen. Ob die Dokumentation ausreicht, zeigt sich allerdings nur im Einzelfall. „Wir führen mit jedem Hersteller von Ladestationen entsprechende Implementierungen und Tests durch, bevor wir sie für unser Energiemanagement freigeben“, sagt Matthias Suttner, Leiter des Partnermanagements bei The Mobility House.

 

Besonders interessant für Entwickler kommerzieller Lösungen ist, dass ab der Implementierung von OCPP in Version 1.6 prinzipiell eine Leistungsregelung der Ladeleistung möglich sein soll. Es ist jedoch bekannt, dass dies nicht von allen Anbietern umgesetzt wird. Wir haben daher gezielt nach der Option „OCPP 1.6 Smart Charging“ bzw. OCPP 2.0 gefragt. Diese wurden nur in 33 der 63 prinzipiell OCPP-kompatiblen Geräte als implementiert angegeben.

 

Abrechnungsoptionen

Für die Abrechnung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wer auf einem privaten Parkplatz einen Dienstwagen lädt und dem Arbeitgeber die Energie in Rechnung stellen möchte, muss im einfachsten Fall eine Rechnung ausdrucken können. Wir haben gefragt, ob es eine Möglichkeit für eine solche Abrechnung gibt. Dies ist bei 69 der 108 Endgeräte der Fall.

 

Im gewerblichen Bereich kann es interessant sein zu sehen, ob die Abrechnung mit Mitarbeitern über eine herstellereigene Plattform funktioniert. Dies ist bei 48 Produkten der Fall. Eine solche Abrechnung wird jedoch häufig über Drittanbieter realisiert. Dies erfordert dann entsprechende OCPP-Schnittstellen. Für die Abrechnung ist es erforderlich, dass die Geräte die genaueren MID-Zähler oder die noch teureren eichrechtskonformen Zähler enthalten. Diese Anforderungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Derzeit können Sie in Deutschland, solange Sie kein öffentliches Laden anbieten, mit MID-Zählern abrechnen, erklärt Carina Beermann, Produktmanagerin bei Eaton. Allerdings gilt diese Ausnahme vom Mess- und Eichrecht in Deutschland nur bis 2030, und was danach passiert, ist noch nicht absehbar.


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